Arbeiten mit Absturzgefahr: prüfen, vorsorgen und schulen


Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist ein Absturz „das Herabfallen von Personen auf eine tiefer gelegene Fläche oder einen Gegenstand“. Die Höhe spielt dabei keine Rolle. Als Absturz gelten auch das Durchbrechen durch eine nicht tragfähige Fläche oder das Hineinfallen und das Versinken in flüssigen oder körnigen Stoffen.

Abstürze sind möglich aufgrund natürlicher oder baulicher Gegebenheiten, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder bei Benutzung von Arbeitsmitteln. Das Thema Absturz ist deshalb im Arbeitsschutzrecht sowohl in der Arbeitsstättenverordnung als auch in der Betriebssicherheitsverordnung geregelt.

Abstürze gehören zu den gefährlichsten Arbeitsunfällen, weil sie schnell zu sehr schwerwiegenden Verletzungen führen können. In den letzten Jahren lag der Anteil der Absturzunfälle an der Gesamtzahl der tödlichen Arbeitsunfälle laut der BAuA bei circa 10 Prozent. Auf Baustellen sind Abstürze die häufigste Unfallursache überhaupt.

Deshalb sollten Arbeitgeber gefährdete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
vor Arbeitsantritt auf ihre Eignung für Arbeiten mit Absturzgefahr prüfen,
regelmäßige Vorsorgen anbieten und die gefährdeten Mitarbeiter besonders sorgfältig schulen.

Sehen, Gleichgewicht und Belastungs-EKG

Die Vorsorge für Arbeiten mit Absturzgefahr, die auch als Eignungsprüfung dient, führt der Betriebsarzt mit den Beschäftigten durch. Dabei sind die folgenden Untersuchungen vorgesehen:

  • Sehschärfetest für Nähe und Ferne
  • Farbsehtest
  • gegebenenfalls Gesichtsfelduntersuchung
  • Hörtest
  • Blutbild: Standardwerte, Blutzucker
  • Urinschnelltest: Glucose (Diabetes mellitus), Nierenfunktionswerte
  • Gleichgewichtstest nach Romberg
  • Ruhe-EKG
  • ab dem 40. Lebensjahr: Belastungs-EKG

Mitarbeiterinfo der WENZA EWIV

Für alle Unternehmen, die ihren Beschäftigten diese Vorsorge vor der Einstellung oder regelmäßig anbieten möchten, hat die WENZA EWIV eine Mitarbeiterinfo erstellt. Hierin hat sie alles Wichtige zusammengefasst, was die Beschäftigten über die Untersuchung wissen müssen.

Gern stellen wir diese Mitarbeiterinfo auch Ihnen zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!

Darüber hinaus beraten unsere Experten Sie zu allen Fragen rund um den Arbeitsschutz und die Arbeitsmedizin.

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