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Arthrose im Knie vorbeugen

28. Sep 2020 | Betriebsarzt erklärt

Schmerzen beim Beugen, Treppensteigen und nach langem Sitzen oder Liegen. Bei Arthrose des Kniegelenks – der sogenannten Gonarthrose– sind diese Beschwerden kein Einzelfall. Die Verschleißkrankheit führt durch den Abbau der Knorpelmasse, die als Puffer zwischen den Knochen liegt, zur Abnutzung und Schmerzen an den Gelenken. Neben Übergewicht und genetischer Veranlagung zählt eine übermäßige Belastung, wie sie bei Arbeitern im Baugewerbe häufig vorkommt, zu den Hauptursachen für Gonarthrose. Insbesondere Installateure, Dachdecker und Bodenleger sind durch häufiges Knien und Hocken anfällig für die Krankheit.

Ein Großteil der Ausfälle aufgrund von Gelenkkrankheiten
In einer Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) heißt es, dass nach Angaben des wissenschaftlichen Instituts der AOK 2019 ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage im Baugewerbe auf Gelenkerkrankungen zurückgehen. „Dabei gibt es praktische Maßnahmen, mit denen sich Beanspruchungen verringern lassen“, wird Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG BAU, in der Pressemitteilung zitiert. Eine ergonomische Arbeitshöhe und regelmäßige Abwechslung der Kniebelastung seien wichtige Faktoren. Zudem könne mit ergonomischen Hilfsmitteln, wie Einlegepolstern, für Entlastung gesorgt werden.

5 Tipps zur frühzeitigen Vorbeugung von Arthrose
Ist die Arthrose zu weit fortgeschritten, hilft oft nur ein operativer Eingriff. Um dies zu vermeiden, hat WENZA die fünf wichtigsten Tipps aus Ratgebern der BG Bau und medi. für gesunde Knie und Prävention von Gonarthrose zusammengestellt.

  1. Tätigkeiten im Knien und Hocken vermeiden
    Wer im Baugewerbe arbeitet, sollte auf eine ergonomische Arbeitshöhe achten. So muss erst gar nicht gekniet werden und es kommt nicht zum Gelenkverschleiß. Fliesenschneider sollten zum Beispiel auf einem Tisch statt auf dem Boden stehen.
  1. Auf abwechselnde Belastung achten
    Sollte das Knien und Hocken unausweichlich sein, ist es ratsam die Knie abwechselnd zu belasten. So wird eine übermäßige Dauerbelastung verhindert und die Durchblutung durch zusätzliche Bewegung angeregt.
  1. Ergonomische Hilfsmittel nutzen
    Durch ergonomische Hilfsmittel wie Knieschützer entfällt der direkte Kontakt zu harten Böden, sodass der auf die Knie einwirkende Druck gleichmäßig verteilt wird. Ob dabei Einlegepolster, Kniesitz oder Knierollwagen am besten geeignet ist, hängt von der Art der Arbeit und vom Untergrund ab.
  1. Mehr Bewegung
    Wer Schmerzen hat, sollte in der Regel eine Schonhaltung einnehmen, um weitere Verletzungen zu verhindern. Bei Gonarthrose ist genau das Gegenteil ratsam: Sport und Bewegung fördern die Produktion von Gelenkschmiere und sind essenziell für gesunde Knie. Besonders gut eignen sich Sportarten mit sanften Bewegungen, wie Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking oder Golf. Vermieden werden sollten Kontakt-Sportarten, wie Fußball, Tennis, Volleyball und Alpin Ski, um die Knie nicht übermäßig zu belasten.
  1. Gesunde Ernährung
    Eine gesunde Ernährung beugt nicht nur Übergewicht vor, sondern kann aktiv eine Verbesserung der Gelenkstrukturen bewirken. Die in unserem Essen enthaltenen Nährstoffe sind wichtige Bestandteile der Gelenkflüssigkeit, die die den Knorpel umgibt und versorgt. Besonders fördernd ist der Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Kaltwasserfischen sowie Nüssen und Samen. Bei tierischen Fetten sollte auf magere Produkte geachtet und rotes Fleisch sowie Eier vermieden werden. Zusätzlich sind entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Gewürze wie Kurkuma oder Ingwer empfehlenswert in der Arthrose-Therapie

Guter Rat
Welche Sportart, Ernährungsweise oder Knieschutzmittel am besten geeignet ist, sollte ärztlich oder mit einer Fachkraft für Arbeitsschutz abgesprochen werden. Die PROTEKTO beschäftigt Expertinnen und Experten für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, die Sie dabei unterstützen können.

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