Beschädigte Kabel sind keine Lappalie


Sicherheit auf einer Baustelle kommt nicht nur den dort Arbeitenden zugute. Sie schützt auch Unbeteiligte, die sich in der Nähe der Baustelle aufhalten. Wenn dieser Schutz nicht gewährleistet ist, kann das für die Betroffenen und den Arbeitgeber sehr ernste Folgen haben.

Ein Beispiel: Ein Meister arbeitet zusammen mit seinem Lehrling bei der Sanierung eines Altbaus mit. Die Arbeiten gehen gut voran, doch für ihre Arbeiten im fünften Stock brauchen sie Strom. Also bittet der Meister den Lehrling, ein Verlängerungskabel vom Keller in den fünften Stock hochzuziehen und am Treppengeländer zu befestigen. Der Lehrling tut das und die Arbeiten oben können weitergehen – bis plötzlich der Strom ausfällt und laute Schreie aus dem Treppenhaus zu hören sind. Dort finden Meister und Lehrling ein Kind auf dem Boden liegend und daneben seine Mutter.

Was war passiert? Die Isolierung des Verlängerungskabels war defekt. Deshalb wurde der Strom durch das Treppengeländer weitergeleitet. Dieses hatte das Kind angefasst und einen Stromschlag erlitten.

Keine Einweisung, keine Prüfung

Hätte der Meister sich an die Vorschriften zur Elektrosicherheit gehalten, wäre dieser Unfall nicht passiert. Denn: Der Lehrling hatte zwar getan, was der Meister gesagt hatte. Aber er hatte keine Einweisung für diese Tätigkeit erhalten. Auch in der Gefährdungsbeurteilung seines Arbeitsplatzes tauchte das Thema nicht auf. Deshalb beachtete er beim Verlegen des Kabels die Sicherheitsvorschriften nicht. Darüber hinaus war das Kabel nicht vor Inbetriebnahme geprüft worden. Dies schreibt die Vorschrift 3 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) aber ausdrücklich vor. In Paragraf 5, Absatz 1 heißt es: „Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden.“ Dies gilt vor der ersten Inbetriebnahme, vor der wiederholten Inbetriebnahme und darüber hinaus in bestimmten Zeitabständen.

Der Arbeitgeber musste sich deswegen für den geschilderten Unfall vor Gericht verantworten.

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