Zeitarbeit, Minijob, Projekt-Vertrag: Ein Fünftel aller Erwerbstätigen in Deutschland hat keine unbefristete Vollzeitstelle. Das berichtet die Initiative für Gesundheit und Arbeit (iga) in ihrer aktuellen Pressemitteilung. Für die betriebliche Gesundheitsförderung sei diese Gruppe von Beschäftigten aus verschiedenen Gründen schwer zu erreichen. Mit Angeboten direkt am Arbeitsplatz könnten Unternehmen dennoch etwas für die Gesundheit der Arbeitskräfte tun. Das unterschreibt auch die WENZA EWIV. Der Dienstleister für betriebliche Prävention unterstützt Unternehmen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung auch für flexible Beschäftigungsformen. „Heutzutage erfreuen sich flexible Arbeitsmodelle und Beschäftigungsformen immer größerer Beliebtheit. Darauf sollten Unternehmen vorbereitet sein“, sagt Elke Schwirz, Geschäftsführerin der WENZA EWIV. „Wenn Unternehmen diese Art der Beschäftigung anbieten, sollten sie auch die betriebliche Gesundheitsförderung daran anpassen.“

Verringerte Stundenzahl = verringerter Arbeitsschutz?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Teilzeit und/oder unbefristeten Arbeitsverhältnissen arbeiten leiden öfter als ihre Kolleginnen und Kollegen an Existenzängsten. Oft ist auch die soziale Einbindung in das Unternehmen suboptimal. Das kann sich auf die Motivation und letztlich die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken. Die iga empfiehlt deshalb „Aufsuchende Gesundheitsförderung“, die Gesundheitsförderung direkt am Arbeitsplatz. So müssen keine entfernt liegenden Räume aufgesucht werden. Die Betreuung am Arbeitsplatz ist zudem von Vorteil, da die Mitarbeitenden direkt über die konkreten Belastungen vor Ort und Gesundheitsrisiken aufgeklärt werden können.

Der iga.Report „Flexible Beschäftigungsformen und aufsuchende Gesundheitsförderung im Betrieb“ enthält zahlreiche Beispiele zur Anwendung der Maßnahmen in verschiedenen Branchen und Jobs. Die 52-seitige Broschüre steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Über die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. iga ist eine Kooperation von BKK Dachverband e. V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek). www.iga-info.de

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