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Betriebliches Eingliederungsmanagement – nicht ohne meinen Betriebsarzt

12. Mai 2017 | Betriebsarzt erklärt

Seit 2004 sind Arbeitgeber verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten, wenn ein Mitarbeiter innerhalb von zwölf Wochen mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mitarbeiter durchgehend krank war oder ob sich mehrere Fehlzeiten auf sechs Wochen summieren.
Das BEM dient dazu:

  • die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden,
  • die Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters langfristig zu sichern,
  • chronische Erkrankungen oder Behinderungen zu vermeiden und
  • damit den Arbeitsplatz zu erhalten.

Unternehmen profitieren vom BEM, weil sie damit den Krankenstand verringern und erfahrene Mitarbeiter im Unternehmen halten.

Folgende Schritte sollte eine BEM-Maßnahme immer enthalten:

  1. Den betroffenen Mitarbeiter informieren und zum Gespräch einladen
  2. Einverständnis des Mitarbeiters einholen
  3. Kommunikationsmittel und Räumlichkeiten zur Verfügung stellen
  4. Den Betriebsarzt, den arbeitsmedizinischen Dienst und die Personalvertretung einbinden
  5. Eine Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung schließen, in der die Wiedereingliederungsmaßnahme genau beschrieben wird
  6. Formulare zum Datenschutz, zur Dokumentation und zur Erfolgskontrolle abstimmen
  7. Abhängig von der Betriebsgröße einen BEM-Beauftragten bestimmen
  8. Die BEM-Maßnahme durchführen und evaluieren

Der Betriebsarzt als Mediator

Die Einbindung des Betriebsarztes ist deshalb so wichtig, weil eine gute BEM-Maßnahme der Gesundheit des Mitarbeiters dienen soll. Die meisten Vorgesetzten sind aber keine Mediziner. Deshalb ist ärztliche Kompetenz notwendig, um den Zustand des Mitarbeiters einzuschätzen und die Belastungen am Arbeitsplatz richtig beurteilen zu können. Hierzu gehören körperliche Beschwerden und Belastungen ebenso wie psychologische Indikationen.
Beim Aushandeln der Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung zur Wiedereingliederung ist der Betriebsarzt als neutraler und sachverständiger Dritter oft eine zentrale Figur. Er fungiert dann auch als Mediator und vermittelt zwischen Mitarbeiter und Arbeitnehmer. Seine Lösungsvorschläge werden von beiden Seiten oft besser akzeptiert, weil er unparteiisch handelt.
Im Ergebnis unterscheiden sich die Wiedereingliederungsmaßnahmen je nach Betrieb, Tätigkeit, Person und Krankheitsbild. Sie können von der Reduzierung der Arbeitszeit über eine Veränderung des Aufgabenfeldes bis zur Umgestaltung des Arbeitsplatzes reichen.
Die WENZA EWIV ist davon überzeugt, dass gutes BEM Mitarbeitern und Unternehmen gleichermaßen hilft. Wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben, steht Ihnen unser arbeitsmedizinisches Team gern zur Seite.
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