Brandschutz: Vorsorgen, bevor die Kontrolle kommt


Brandschutz kann Menschenleben und Unternehmen retten. Die Feuerwehren und die Brandaufsichtsbehörden kontrollieren deshalb Gewerbebetriebe in regelmäßigen Brandschauen. In welchem Turnus ein Objekt begangen werden sollte, ist in den Zielen der Berufsfeuerwehren festgelegt. Maximal alle fünf Jahre sollte ein großes Gewerbeobjekt begangen werden.

Gewerbeobjekte werden bei diesen sogenannten Brandschauen genau unter die Lupe genommen. Hierbei interessieren sich die Prüfenden zum Beispiel für die vorgefundene Situation. Mögliche Mängel dabei wären:

  • Brandschutztüren, mit einem Holzkeil am Schließen gehindert
  • Zugestellte Flure, die als Fluchtwege dienen sollen
  • Verschlossene Notausgangstüren
  • Notausgangstüren, die von außen zugestellt wurden
  • Dekorationen in Gaststätten aus leicht entflammbarem Material
  • Grobe Mängel in der Elektroinstallation
  • Nicht geprüfte mobile elektrische Geräte

 
Darüber hinaus achten die Prüfer auf folgende Punkte:

  • Sind die Rettungswege in Ordnung und die Fluchtwegpiktogramme beleuchtet?
  • Sind die Wandhydranten funktionsfähig?
  • Ist die Sicherheitsbeleuchtung ausreichend?
  • Sind genügend passende und geprüfte Feuerlöscher vorhanden?
  • Sind alle technischen Einrichtungen, zum Beispiel die Brandmeldeanlage, die Sprinkleranlage und die Rauchabzugsanlage, intakt und gewartet?

Die geprüften Unternehmen erhalten nach jeder Brandschau einen Besichtigungsbericht. In der Regel müssen sie dann binnen einer Frist von vier bis sechs Wochen alle Mängel beseitigen.
Bei gravierenden Mängeln können auch Sofortmaßnahmen angeordnet werden: Wenn zum Beispiel eine Brandmeldeanlage ausgefallen ist, die für den Betrieb notwendig ist, müssen die Besitzer einen 24-Stunden-Wachdienst im betroffenen Gebäude einsetzen, bis Abhilfe geschaffen wurde.

Bei schweren Verstößen gegen den Brandschutz kann ein Betrieb auch umgehend geschlossen werden.

Die häufigsten Fehlerquellen beim Brandschutz in Gewerbebetrieben sind:

1.Fehlende Lagerkapazität

Gerade in Hauptumsatzzeiten wie zum Beispiel vor Weihnachten stapelt sich die Ware. Die Mitarbeiter wissen nicht, wohin mit den Kisten, und stellen sie bedenkenlos auf die Fluchtwege. Oder sie schieben Ware, die tagsüber vor dem Laden gestanden hat, über Nacht auf die Fluchtwege im Laden.

2. Lagerung von brennbarem Material

Oft werden Holzpaletten, Kartonagen und Plastikverpackungen unter dem Vordach gelagert. Hier können sie Brandstifter zum „Zündeln“ reizen.

3. Müllentsorgung

Imbisse mit kleiner Standfläche haben mit dem Problem genauso zu kämpfen wie große Messegelände: Müllsäcke werden nicht direkt entsorgt, sondern vor den Brandschutztüren gestapelt.

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