CO2-Löscher: nur bedingt empfehlenswert


CO2-Feuerlöscher richten keine Löschschäden an. Deshalb haben sie sich als Alternative zu Schaum- und Pulverlöschern etabliert – insbesondere bei Bränden in elektrischen Betriebsräumen und Laboren sowie von Serveranlagen, Schaltschränken und Heizungsanlagen.

Doch der Einsatz des CO2 ist für die menschliche Gesundheit nicht unbedenklich. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) in einer aktuellen Stellungnahme hin. Demnach kann der Einsatz von CO2-­Feuerlöschern in kleinen und engen Räumen sogar lebensgefährlich sein: Beim Löschen kann sehr schnell eine hohe Konzentration von CO2 in der Raumluft erreicht werden. Dann besteht akute Erstickungsgefahr. Mögliche Warnzeichen sind eine schnellere Atmung und Atemnot.

Neue Berechnungen der DGUV

Vor wenigen Monaten hat die DGUV neue Berechnungen für den Umgang mit CO2-Feuerlöschern vorgelegt. Danach muss für die Person, die sich im Raum aufhält, um den Brand zu löschen, pro Kilogramm CO2-Löschmittel mindestens eine freie Grundfläche von 5,5 Quadratmetern vorhanden sein muss. Es gilt also:

  • 2 Kilogramm CO2-Feuerlöscher erfordern mindestens 11 Quadratmeter freie Grundfläche.
  • 5 kg CO2-Feuerlöscher erfordern mindestens 27,5 Quadratmeter freie Grundfläche.

Wenn die freie Grundfläche je Kilogramm Löschmittel kleiner ist, rät die DGUV dazu, der Brand von außen – etwa durch einen Türspalt – zu löschen. Anschließend seien Atemschutzmaßnahmen notwendig.

Die Brandschutz-Experten der WENZA EWIV überprüfen gern für Sie, ob die Feuerlöscher und die Raumgrößen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, sind möglicherweise andere Löschmittel oder organisatorische Maßnahmen nötig, um den Brandschutz zu verbessern.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zum Thema haben!

Lesen Sie hier die Stellungnahme der DGUV zum Einsatz von CO2-Feuerlöschern in Räumen.

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