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Ersthelfer im Betrieb: im Notfall zur Stelle

10. Aug 2018 | Arbeitssicherheit

Im betrieblichen Umfeld kommt es jedes Jahr zu zahlreichen medizinischen Notfällen. Dazu gehören Verletzungen durch Unfälle ebenso wie Herzprobleme oder Zuckerschocks. Dann sind die Ersthelfer gefragt, die sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die betroffene Person kümmern. Denn je nach Standort und Verkehrslage kann viel Zeit vergehen, bis der Krankenwagen da ist.
In Vorschrift 1 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), der „Unfallverhütungsvorschrift: Grundsätze der Prävention“, ist geregelt, wie viele Ersthelfer in einem Unternehmen mindestens zur Verfügung stehen müssen:

  1. Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer,
  2. Bei mehr als 20 anwesenden Versicherten
  3. in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %,
  4. in sonstigen Betrieben 10 %,
  5. in Kindertageseinrichtungen ein Ersthelfer je Kindergruppe,
  6. in Hochschulen 10 % der Versicherten.

Die notwendige Anzahl der anwesenden ausgebildeten Ersthelfer muss auch im Schichtdienst und in Urlaubszeiten jederzeit gewährleistet sein. Darüber hinaus hat der Unternehmer bei der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob die vorgeschriebene Anzahl der Ersthelfer ausreicht oder ob zusätzliche notwendig sind. Sind – etwa auf einer Baustelle – Mitarbeiter verschiedener Unternehmen tätig, so können sich diese untereinander absprechen.

Pflicht zur Aus- und Weiterbildung

Laut der „Unfallverhütungsvorschrift: Grundsätze der Prävention“ dürfen als Ersthelfer nur Personen eingesetzt werden, die

  • über eine sanitäts- beziehungsweise rettungsdienstliche Ausbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens verfügen oder
  • bei einer von dem Unfallversicherungsträger für die Ausbildung zur Ersten Hilfe ermächtigten Stelle ausgebildet worden sind.

Diese Ausbildung zum Ersthelfer muss das Unternehmen sicherstellen. Ebenso ist es vorgeschrieben, dass die Ersthelfer ihre Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen. Auch diese Fortbildungen müssen die Unternehmen sicherstellen.
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