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Handlungsempfehlungen für sichere Dienstreisen in Zeiten von Corona

9. Sep 2020 | Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft rät

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben dazu geführt, dass mehr und mehr Arbeitnehmende aus dem Homeoffice zurückgekehrt sind. Auch Dienstreisen finden wieder vermehrt statt. Diese sind mit Blick auf die anhaltende Corona-Pandemie besonders riskant, Einreisebestimmungen ändern sich innerhalb kürzester Zeit und die medizinische Versorgung ist nicht überall zufriedenstellend.

Als Arbeitgebender sollte abgewogen werden, ob eine Reise wirklich nötig ist oder sich der Termin nicht auch online umsetzen lässt. Sollte das nicht der Fall sein, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, kurz DGUV, einige Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Beschäftigte erstellt, die für die Risiken bei Dienstreisen ins Ausland sensibilisieren. „Die Empfehlungen konkretisieren den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des BMAS und geben Hinweise, woran Betriebe bei der Prävention denken sollten. Die Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn sie werden ständig an die sich verändernde Lage angepasst“, wird Marcus Hussing von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in der Pressemitteilung „Sichere Dienstreisen in Zeiten von Corona“ zitiert.

Wichtige Handlungsempfehlungen

Vor Planung einer Dienstreise ins Ausland sollten sich Arbeitgebende wie Arbeitnehmende vergewissern, dass die Reise unvermeidbar ist. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung kann ermittelt werden, in welchem Verhältnis die Reiserisiken zu der Bedeutung der Reiste stehen. Dies kann die Entscheidungsfindung erleichtern. Wenn sich eine Dienstreise ins Ausland nicht vermeiden lässt, sollten sich Arbeitnehmende wie Arbeitgebende vergewissern, dass für die Zieldestination keine Reisewarnung ausgeschrieben ist. Verlässliche länderspezifische Reisehinweise stehen auf der Website des Auswärtigen Amtes. Diese werden regelmäßig aktualisiert. Bei der Planung der Reise sollte zudem berücksichtigt werden, dass sich die Reisenden einem Corona-Test unterziehen müssen, zum Beispiel direkt am Zielflughafen.

In dem Artikel „Dienstreisen in Zeiten von Corona“ finden Sie ein interessantes Interview mit Professor Dr. Michael Fuhlrott. Er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner bei FHM – Fuhlrott Hiéramente & von der Meden Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB sowie Professor für Arbeitsrecht an der Hochschule Fresenius in Hamburg. Er berichtet, dass Dienstreisen rechtlich nach wie vor erlaubt sind. Und die Anweisung grundsätzlich vom Direktionsrecht des Arbeitgebers gemäß § 106 der Gewerbeordnung gedeckt wird.

Haben Sie Fragen zu dem Thema Dienstreisen oder der Arbeitssicherheit generell? Kontaktieren Sie gerne die Expertinnen und Experten der WENZA. Sie helfen Ihnen mit Ihren individuellen Fragen gerne weiter.

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